Fußstapfen

Das gesamte Angebot für Familien mit ihren Kindern unter drei Jahren firmiert seit 2005 unter diesem Label. Es ist aus einem Modellprojekt hervorgegangen, dass sich damals an die Forderungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Deutschen Kinderschutzbundes anlehnte, in dem sie aufrufen, nachhaltig wirkende Präventionsprogramme, niedrigschwellige Hilfen und eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure zur Vermeidung von Kindesmisshandlungen zu entwickeln.

  • den direkten und unkomplizierten Zugang von Hebammen zu Müttern zu nutzen, insbesondere die       Qualifikation von Familienhebammen, die geschult werden um Familien in belasteten sozialen Situationen zu unterstützen,
  • niedrigschwellige Familienbildungsmaßnahmen anzubieten,
  • den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für Kinder unter 3 Jahren zu initiieren,
  • zuverlässig wirkenden Netzwerke von Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe aufzubauen,
  • Finanzierung präventiver Angebote sicherstellen
  • und das Recht von Kindern auf Gesundheit wahrzunehmen.

Die Erreichbarkeit von Familien mit Kindern unter 3 Jahren in sozial instabilen Verhältnissen ist sehr schwierig. Wir sehen in der institutionellen Vernetzung von Gemeinwesenarbeit, Familienförderung und Kinderbetreuung eine Chance diesen Zugang zu verbessern. Daneben bietet die Einbindung einer Familienhebamme, die im Stadtteil schon bekannt ist und damit einen direkten Zugang zu den Müttern hat, eine vertrauensvolle Mittlerposition zwischen Ärzten, Gesundheitssystem und Einrichtungen der Jugendhilfe. Ziel ist nicht nur die Erziehungskompetenz des Einzelnen und damit eine unmittelbare Verbesserung der Lebenslage benachteiligter Kinder zu initiieren sondern auch Impulse für ein strukturell verbessertes und damit nachhaltig wirkendes Angebot für Familien anzustoßen und damit die Angebotsstruktur in Marburg zu erweitern.