Freizeiten und Ferienbetreuung


Freizeiten und Fahrten werden für verschiedene Zielgruppen angeboten. Sie ermöglichen den Kindern und Jugendlichen sowie Familien gesellschaftliche Teilhabe, die in der Regel nicht über das Budget verfügen, Urlaubsreisen zu unternehmen. Die Freizeiten bedeuten häufig ein sich Einlassen auf ein neues, fremdes Feld in vielerlei Hinsicht. Diese „Auszeit“ und die „außerordentlichen“ Erfahrungen sind häufig prägende Gemeinschaftserlebnisse, die neue Kontakte und eine größere Offenheit in der Nachbarschaft zur Folge haben.

Die IKJG versucht regelmäßige Fahrten zu ermöglichen. Traditionell stehen dafür eine Familienwinterfreizeit in einem Skigebiet, eine Familienfrühjahrsfahrt über 3Tage, die Kinder- und Jugendfreizeit jeweils im Sommer, jeweils eine Ferienbetreuung für Grundschulkinder in den Oster- und Herbstferien sowie die Städtetour für Jugendliche in den Herbstferien.
Die Fahrten mit den erwachsenen BewohnerInnen des Stadtteils sind uns in der Regel nur möglich in Kooperation mit der Stadt Marburg oder durch Projektförderungen.
Von älteren BewohnerInnen werden häufig „Bildungs- und Kulturfahrten“ gewünscht. Sie suchen dabei die Gemeinschaft und trauen sich in der Regel die Fahrten nicht mehr alleine zu. Sie wünschen sich das Kennen lernen neuer Städte, aktueller Ausstellungen oder sind auch an Projekten interessiert, die Modelle für stadtteilrelevante Fragestellungen sein können.

Für Familien mit kleineren Kindern sind die Fahrten wichtig, um aus dem Alltag  „rauszukommen“ und etwas Besonderes zu erleben. Wichtig ist ihnen das gemeinsame Erlebnis mit ihren Kindern und der Erfahrungsaustausch mit anderen Familien. Die Familienfreizeiten schärfen unseren Blick auf den Handlungsbedarf und notwendige strukturelle Veränderungen im Quartier zur Förderung der jungen Familien. Sie sind auch Gelegenheiten, durch den Austausch mit anderen Familien eigene Anschauungen zu reflektieren und Perspektivwechsel vorzunehmen. Häufig ergeben diese Gemeinschaftsprozesse eine größere Solidarität untereinander, die in die Nachbarschaft wirken.

freizeitenundfahrten2300.jpgBesonders für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, über Ferienerlebnisse erzählen und in ihren Peergroups mitreden zu können. Die Freizeiten für die Kinder bedeuten eine Gelegenheit Neues kennen zu lernen, im Verlassen des häuslichen Umfeldes Autonomie und Selbstvertrauen zu stärken. Diese Zeit ist allein auf ihre Interessen mit Gleichaltrigen ausgerichtet, sie sind allein die bestimmenden Akteure, ihre freie Zeit in der Gruppe für sich zu gestalten. Sie erleben die Freizeit als einen Bruch der Alltagsstruktur und ihren alltäglichen Verpflichtungen. Durch das sich Einlassen auf die Gruppe, das füreinander Sorgen wachsen Verantwortungsübernahme und werden soziale Lernprozesse ebenso wie neue Freundschaften angebahnt.

Die Jugendfreizeiten – Städtetouren und Auslandsreisen – sind häufig Erlebnisse, sich mit dem Fremden auseinander zu setzen, sich in verschiedenen Milieus zu erproben und Unvorhergesehenes zu verarbeiten. Dabei sind fremde Städte und Naturerlebnisse eine besondere Herausforderung, die die PädagogeInnen als Hintergrund für soziale Lernprozesse methodisch nutzen.

Unterstützt werden die Reisen durch die Kooperation mit anderen Stadtteilen, dem bsj-Projekt „Auszeit“, der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte (hier LAG Jugend), durch Zusatzfinanzierungen der städtischen Jugendförderung oder Anträge über das Bildungs- und Teilhabepaket des Landkreises.

 

 

Fußstapfengruppe

Die Fußstapfengruppe ist ein offenes Angebot für Eltern mit ihren Babys und Kleinkindern, das von einer Familienpatin begleitet wird. Schwangere und Eltern, deren Kinder schon in der Betreuung sind, ordnen sich diesem Kreis ebenso zu. Im Vordergrund stehen der Austausch der Eltern untereinander zu Themen „rund ums Kind“: Schwangerschaft, Geburt, Erziehung und Gesundheit.

Die Familienhebamme ist durch die parallel stattfindende Hebammensprechstunde präsent. Punktuell stehen sie und die Ergotherapeutin im Team der Gruppe zur Verfügung. Sie begleiten in der Rolle der Koordinatorinnen für Frühe Hilfen ebenso wie mit ihrer Profession das Fußstapfenangebot. Die Möglichkeit der Partizipation durch eine angeleitete Patinnentätigkeit werden hier wiederholt geboten.

Der Zugang zu der Gruppe ist strukturell durch das Babybegrüßungscafé im Stadtteil verankert, zu dem alle neuen Eltern und zugezogenen Familien eingeladen werden.
Die Räumlichkeiten befinden sich direkt neben der Kindertagesstätte im Quartier, in einer ehemaligen Hausmeisterwohnung. Rituale, gemeinsame Spiele, Spielbeobachtungen, gemeinsames Essen und Ausflüge mit den Kindern sind Impulse zur Beziehungsgestaltung. Ziel ist es, die Eltern-Kind-Bindung zu stärken und die Erziehungskompetenz zu erweitern.

Aufkommende Fragen und Gespräche zu aktuellen Themen wie Ernährung, Entwicklung, Zweisprachigkeit werden in der Gruppe aufgegriffen. Wir sehen die Eltern als Experten ihrer Kinder. Der Austausch und eine offene Haltung untereinander werden dabei unterstützt. Ein weitergehender Informationsbedarf kann durch die Einladung von externen Experten erfolgen.

In Kooperation mit der Krippe und der Kita werden auf diesem Wege auch Themen zu den regelmäßig stattfindenden „Elterncafés“ gefunden.

 

 

Frauenfrühstück

Das Frauenfrühstück ist ein wöchentlicher, offener Treff , der von allen Frauen des Stadtteils besucht werden kann. Ziel ist es, Frauen in dem oft angespannten und belasteten Alltag, Raum und Zeit zu bieten, sich mit Anderen auszutauschen, Gemeinschaft und Solidarität unter Frauen sowie Ideen und Impulse für die eigene Entwicklung zu erfahren.

Gemeinsam wird der Tisch gedeckt und Jede trägt etwas zum Frühstück bei. Das niedrigschwellige Angebot ist ein geschützter Rahmen, um Kontakte und Hilfen oder Impulse für die Lebensgestaltung aufzunehmen. Es trägt dazu bei ein Gesundheitsbewusstsein oder eigene Perspektiven zu entwickeln.

Die Sozialpädagogin der Sozial- und Schuldnerberatung begleitet das Angebot und greift Impulse, Ideen und Themen aus der Gruppe auf wie z.B. „Budgetplanung“,  „Älter werden im Quartier“ und „Gesund bleiben“. Es werden Nachbarschaftshilfen eingeleitet und gemeinsame Aktionen geplant, wie Kochen, Backen, Handwerken oder Schwimmen gehen. Bei Stadtteilaktionen bringen sich die Frauen häufig mit ihren Ressourcen ein.

Das Frauenfrühstück wird von einem vielfältigen Beratungsangebot flankiert. Parallel zum Frauenfrühstück sind die Kollegen aus der Erziehungsberatung und dem Bereich Jugendhilfe-Schule vor Ort, um bei Bedarf angesprochen zu werden. Anschließend an das Frauenfrühstück findet die Sozial- und Schuldnerberatung statt.

 

 

Familien-Koch-Werkstatt

Das Familienkochen ist ein Angebot für alle Generationen und Familien. Im Vordergrund die Zubereitung eines leckeres Gericht und das gemeinsame Essen in einer anregenden, lustbetonten Atmosphäre. Können und Wissen werden sichtbar und das Thema Ernährung findet einen lebendigen Ort. Über das gemeinsame Kochen können alltägliche Fragen sowie die familiäre Versorgung diskutiert und ernährungsspezifische Themen aufgegriffen werden.

Entstanden über ein Kochangebot im Rahmen des Projektes „mittendrin“, gehört das gemeinsame Kochen für Familien seit 2009 zum regelmäßigen Programmangebot der IKJG. Phasenweise wöchentlich, in jedem Fall aber in kontinuierlichen Abständen, kommen dafür Kinder mit Eltern, Verwandten oder Bekannten zusammen, um gemeinschaftlich zu kochen und anschließend in versammelter Runde zu Essen.

Über das Thema Essen hinaus, findet ein intensiver interkultureller Austausch statt. Familien mit drei Generationen oder verschiedenen Kulturen treffen hier aufeinander. In Aushandlungsprozessen um ein gutes Essen, werden verschiedenste Themen angeschnitten, die alle anregen sich einzubringen. Daraus entstehen Anregungen für Familienaktionen, Werkaktionen zur Gestaltung des Stadtteils sowie Freizeiten, die die Familien mitorganisieren.

 

 

Geschlechtsspezifische Arbeit

In der geschlechtsspezifischen Arbeit bietet die IKJG einen geschützten Raum, um Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Rollenfindung zu unterstützen. Die Pädagogen bieten in diesem Rahmen verschiedenste Gelegenheiten, um Rollen zu erproben und Rollenkonzepte zu hinterfragen.  

Die KollegInnen aus dem Kinder- und Jugendbereich greifen die Themen der Mädchen und Jungen auf und bieten ihnen unterschiedliche Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Dabei liegen die Interessensschwerpunkte der Kinder und Jugendlichen in den Bereichen Kreativität, Bewegung, das Ausprobieren alternativer und neuer Freizeitmöglichkeiten.

Ziel ist es, eigene Stärken zu finden und ein Selbstbewusstsein wachsen zu lassen. Dazu ermöglichen wir den Kinder und Jugendlichen Rahmenbedingungen, um sich selbst und die Wirkung auf andere zu entdecken. So können sie Bühne, Musik, Tanz, Film und Fotografie nutzen, um zu experimentieren.  Ebenso bieten wir handwerkliche Tätigkeiten, sportliche Wettkämpfe oder abenteuer- und erlebnispädagogische Angebote an. Sie sind ein Feld, indem Ressourcen aufgegriffen werden sowie Können und Kompetenzen wachsen.

Wöchentliche Angebote bestehen für Mädchen und Jungen im Alter von 6-11 Jahren und Jugendangebote für  12-16jährige. 

 

 

Jugendangebote

Die IKJG bietet Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren Räume, die sie alters- und interessenspezifisch nutzen können sowie pädagogische Betreuung im Einzelfall und in verschiedenen Gruppenzusammenhängen. Damit werden Gelegenheiten geschaffen, in denen Jugendliche Erfahrungen machen können, Erprobungsfelder und Gestaltungsräume geöffnet sowie Eigeninitiative unterstützt. 

Grundsatz der sozialräumlich orientierten Arbeit ist die Initiierung von Beteiligungsprozessen sowie lebensweltorientierte Angebote. Unser Ziel ist es, der finanziellen und räumlichen Enge, dem fehlenden Modelllernen und der Perspektivlosigkeit durch soziale und gesellschaftliche Benachteiligungen zu begegnen.

Wir verstehen uns als Begleiter im Entwicklungsprozess, unterstützen die individuelle Entfaltung und regen zu eigenverantwortlichem Handeln an. Heranwachsende sollen in ihrer wachsenden Verselbständigung gefördert werden.

Die Familien bzw. Eltern der Jugendlichen sind dabei wichtige Partner der sozialen Arbeit. Im Einzelfall stehen wir den Eltern wie auch den Jugendlichen beratend und begleitend zur Seite. Wir moderieren Aushandlungsprozesse in Konflikten oder bei Interessensvertretungen, sei es in Schule, Familie, Peergroup oder im Stadtteil.

Um bedarfsorientiert arbeiten zu können, müssen wir die Komplexität des Handlungsfeldes verstehen. Daher ist uns die Kooperation im Team und mit den Netzwerkpartnern wichtig. Kollegiale Beratung unterstützt uns multiperspektivisch zu arbeiten.

In der Jugendarbeit arbeiten wir im Einzelfall und mit Gruppen. Wir arbeiten mit abenteuer- und erlebnispädagogischen Elementen, bieten geschlechtsspezifische und kulturelle Angebote u.a. durch regelmäßige Fahrten und Freizeiten an. Kooperationen mit Vereinen und anderen Partnern im Sozialraum ergänzen das Angebot.

Die Räume, auf die die Jugendlichen im Quartier zurückgreifen können, sind allgemeine Sporthallentermine, Bolzplatz, der Naturraum, die Offene Werkstatt oder Gärten. Darüber hinaus natürlich ihre selbst gestalteten Jugendräume mit Theke, Billard, Kicker, Bühne und Tonstudio sowie die Bewegungs- und Tanzfläche mit großen Spiegelwänden. Dabei  stehen ihnen – auch durch die Kooperation der IKJG mit anderen Trägern – Geräte wie z.B. Mountainbikes, Inliner, Boote, Skier und Klettermaterialien – zur Verfügung.

Angebote: Jugendclub, Fußballgruppe, Hip Hop/Tonstudio, Mädchenclub, Wochenendaktionen/fahrten, Ferienfreizeiten und Sport-/Freizeitangebote in Kooperation mit dem TSV Marburg.

 

 

Abenteuergarten

Der Bereich der offenen Kinderarbeit besitzt über das Projekt des „Abenteuergartens“ einen inhaltlichen Schwerpunkt in der aktiven Nutzung und Mitgestaltung eines Bewegungs- und Naturerfahrungsraums, der sich im direkten Wohnumfeld der Kinder befindet. Ziel ist es, den Kinder als Ergänzung und  Alternative zu einer stetig wachsenden innerhäuslichen und medial beeinflussten Freizeitgestaltung, einen attraktiven Ort zu bieten, um Neugier und Lust am „Draußen sein“ zu fördern.

Das zweiwöchentliche Angebot wird ganzjährig von den Kollegen des Kinderbereiches begleitet.

Die 1500 qm große Fläche wird unter Beteiligung der Kindern gestaltet und verfügt momentan über unterschiedliche Elemente und Räume wie: einem Klettergerüst, zum Hangeln, Klettern oder in der Hängematte liegen; einen Wassergarten, zum Beobachten von Tier- und Pflanzenwelt; mehrere Kinderhochbeete, zum Anbauen, Pflegen und Ernten von Gemüse, Kräutern oder Blumen; einen Bauwagen, um sich zurückzuziehen und kreativ zu werden; ein Backhaus, um Pizza oder Kuchen zu backen;  eine Feuerstelle, zum Kochen und viele weitere versteckte und offene Plätze, um sich zu treffen, zu spielen und sich auszuprobieren.

Darüber hinaus wird der Kontakt zu Gleichaltrigen gestärkt und das Interesse an der Mitgestaltung und Nutzung natürlicher Räume im Wohnumfeld ausgebaut.
Ganzjährlich wird der „Abenteuergarten“ zweimal wöchentlich durch ein spezielles Angebot unsererseits für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren belebt, wobei die Fläche auch jederzeit von den Familien und Kindern aus der Nachbarschaft nach den eigenen Interessen genutzt werden kann.

Mehr Informationen auf der Abenteuergarten-Website

 

 

Partnerschaft in Sport und Freizeit

Die Partnerschaft in Sport und Freizeit ist ein Bündnis mit dem TSV Ockershausen und der Bunten Liga des Jugendbereiches. Hier wurden strukturelle Veränderungen und neue Kooperationen zwischen Jugendhilfe, Sportverein, Schule und Kita eingeleitet durch die Öffnung in Bezug auf Nutzung verschiedenster Räume im Quartier, veränderte Zeitstrukturen und bedarfsgerechte und interkulturelle Angebote für Jugendliche und Familien.

Erste Kooperationen für zugewanderte Menschen entstanden über das Integrationsprojekt MOST über gemeinsame Interessen am Handwerk und intergenerative Bewegungsangebote. Weitergehend konnte sich die IKJG über das Programm „Integration durch Sport“ gemeinsam mit dem TSV Ockershausen als Stützpunktverein bei der Sportjugend Hessen bewerben. Ziel war es, vermehrt Vereinsangebote insbesondere für Jugendliche und Familien mit Migrationshintergrund zu schaffen und den Zugang zu den klassischen Vereinsstrukturen niedrigschwelliger zu gestalten.
Das Angebot konnte sich durch die Kooperation mit dem bsj e.V., der Träger des Bundesmodellprojekts „querfeldein“ ist, ausweiten und wurde strukturell durch hinzugewonnene Partner gestützt. Ziele waren im Folgenden: Brücken zu bauen zwischen Verein, Stadtteil und Schule, den Zugang und Verbleib von Jugendlichen zum  Vereinsangebot attraktiver zu gestalten und Beteiligungsprozesse insbesondere von Jugendlichen und zugewanderten Menschen zu fördern.

Seit 2009 bieten wir dazu stets sich verändernde und erweiterte Sportangebote gemeinsam mit dem TSV an. Darüber hinaus unterstützen wir Jugendliche und Erwachsene, Angebote selbstständig durchzuführen, indem wir  ihnen Helfer- und Übungsleiterausbildungen ermöglichen. In Kooperation mit Schule bieten wir die Schulsportassistenz-Ausbildung an, mit dem Ziel ein nachhaltiges und attraktives Sport-, Bewegungs- und Freizeitangebot auch zukünftig zu sichern.

Gemeinsam mit dem FD Sport, dem Sportkreis,  der Schule, dem Netzwerk von Vereinen und der hessischen Sportjugend können die Jugendlichen hierbei unterstützt werden.

Weitergehendes Netzwerk:

Ein Netzwerk aller Jugendeinrichtungen und selbst initiierten Jugendfußballmannschaften Marburgs ist aus dieser Arbeit erwachsen: die Bunte Liga.

Die Bunte Liga ist eine Gemeinschaftsinitiative aller Jugendeinrichtungen Marburgs. Dabei ist Fußball ein gemeinsamer Nenner. Das ganze Jahr hindurch werden unterschiedlichste Turniere gegeneinander ausgerichtet. Gemeinsame Vorbereitungen unter den Jugendlichen sowie Austausch unter und Organisation mit den Jugendpflegern machen die Spiele möglich.

Hier sollen Kontakte über den Stadtteil hinaus einer falsch verstandenen Quartiersidentität entgegengesetzt werden, sportliche Fairness gepflegt sowie Aktivitäten für Jugendliche aller Einrichtungen transparent werden.

 

 

Angebote in Schule

Zu den Bereichen des Sozialpädagogischen Handelns an Schule gehören neben der Einzelfallhilfe, Beratung und konzeptionellen Arbeit auch das Arbeiten in Gruppen. Das Soziale Lernen und der Einbezug des Sozialraumes sind Prinzipien unserer Arbeit. Wir geben Impulse, um das Lernfeld Schule lebensweltorientiert und schülerfreundlich mitzugestalten, stützen die Offenheit gegenüber außerschulischen Partnern und arbeiten so multiperspektivisch mit allen Akteuren an Schule, um möglichen Bildungsbenachteiligungen zu begegnen. 

Wechselnde, themenspezifische Angebote werden bedarfsorientiert konzipiert. 
Unser Ziel ist es, das Erfahrungsfeld durch außerschulisches Lernen und Erfahrungen in eigenen und fremden Lebenswelten zu erweitern, die Kinder und Jugendlichen individuell in ihrer Rollenfindung, Orientierung und Identitätsfindung zu unterstützen sowie ihr Selbstbewusstsein, ihre Fähigkeiten und in der Konfliktbewältigung zu stärken. 

Wir kooperieren mit externen Partnern, u.a. mit Vereinen wie dem TSV Ockershausen bei Bewegungsangeboten und der Entwicklung von Qualifizierungs- und Partizipationsstrukturen wie der Schülersportassistenz, mit Profa oder einer Familienhebamme in der geschlechtsspezifischen Aufklärung, Sexualität und Rollenfindung, mit dem Verein fit&fight bei Programmen zu Gewaltprävention und Selbststärkung in Grundschule und Sekundarstufe und mit dem bsj e.V. im Bereich von abenteuer- und erlebnispädagogischen Angeboten wie z.B. außerschulischen Angeboten und Nachmittags AGs zur Orientierung im Feld; Sozialraumerkundungen und Waldtage in den ersten Klassen oder Klassenfindungstage im Übergang von Grundschule und Sekundarstufe. 

Der Sozialpädagoge vor Ort bietet die Angebote lebenswelt- und alltagsorientiert an. Die SchülerInnen und Eltern kennen den Pädagogen durch flankierende Angebote zur Einschulung (u.a. Elternabende, Sozialraumerkundungen), Angebote in Grundschule, bei der Begleitung des Übergangs von Grundschule und Sekundarstufe (Klassenfindungstage), Angebote im Ganztagsprogramm oder durch die Mitwirkung in Unterrichtsprojekten und schulischen Gremien. 

Darüber hinaus besteht die Kooperation mit dem Projekt „Bildungspartnerschaften“ der Stadt Marburg. Hier werden neben der Begleitung von zugewanderten Eltern, die Kinder mit Herkunftsprachangeboten in ihrer persönlichen Sprachentwicklung unterstützt. Das Angebot wird je nach Bedarf von Familienpatinnen im Rahmen der Ganztagsschule ermöglicht. 

Gemeinsam mit der Schulleitung werden die Kooperationen und die Angebote jährlich konzipiert und geplant. Unterstützt wird die Arbeit durch Ressourcen der Schule im Rahmen des Ganztagsangebotes und durch die Konrektorin der SVB.

 

 

StadtwaldKultur - Angebote im Stadtteil

Die IKJG leistet gemeinsam in allen Arbeitsbereichen regelmäßige Feste, Freizeiten, Gestaltungs- und Bauprojekte im Stadtteil.  Das Ziel ist es Menschen mit ihren Potenzialen und Kompetenzen sichtbar werden zu lassen, einen familienfreundlichen Stadtteil zu gestalten, Nachbarschaftsnetzwerke zu fördern und damit eine wachsende Stadtteilidentität zu entwickeln.

Dazu stehen uns die verschiedensten Räume zur Verfügung: Der Interkulturelle Garten, der Abenteuergarten, der Wald, die Dinosaurierschlucht, die Quelle, die Naturlehrpfade, das Backhaus, die Offene Werkstatt, der mobile Werkstattwagen, der Tanzraum und das Tonstudio im Jugendraum, das Bistro A`Capella, Gemeinschaftsräume der Einrichtungen im Quartier, der Platz im Zentrum des oberen Stadtteils sowie Orte vor und zwischen den Häusern.

Mit den Institutionen vor Ort werden unter dem gemeinsam entwickelten LOGO StadtwaldKultur verschiedenste Veranstaltungen beworben, seien es Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Lesungen, Wanderungen oder Workshops und gemeinsame Fortbildungen etc.

Alle drei Jahre organisieren die Akteure im Quartier ein großes Stadtteilfest, an dem alle Gruppen der IKJG sowie die Institutionen und Initiativen Ockershausens, die Verwaltung und der Ortsbeirat beteiligt sind. Geplant werden größere Gemeinschaftsaktionen in der Regel über das Gremium „Arbeitskreis Stadtwald“.